Zeitungs-Artikel vom 09.03.2019 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Wilfried Clödy   

Am Wochenende musste die I. Mannschaft des SV Baiersbronn beim Meisterschaftsfavoriten SSV Schönmünzach II. antreten. Von Baiersbronner Seite war es mehr Hoffnung als ܜberzeugung, dass man ein ebenbürtiger Gegner sein würde. Was allerdings im Verlaufe des Spiels geschah, übertraf alle Erwartungen im Hinblick auf Spannung und spielerischer Klasse. Das Satzverhältnis mit 32:32 war absolut ausgeglichen, die Schönmünzacher hatten sogar bei den gewonnenen Punkten ein Übergewicht von 614 zu 603.

7 Spiele gingen über die gesamte Distanz von 5 Sätzen, wovon eine 3 mit der Minimalpunktzahl von 2 entschieden wurden, dementsprechend war der Spielverlauf Dramatik pur. Am Ende stand ein glücklicher, zwar erhoffter, aber nie erwarteter 9:6 Sieg.

Nach dem Gewinn der Doppel Geiger/Durmaz und Gaiser/Finkbeiner in jeweils Fünfsatzspielen lag man kurzzeitig mit 2:1 vorne, geriet jedoch nach den beiden Niederlagen von Oguzhan Durmaz und Andreas Geiger ( 16:18 im vierten ) gleich in Rückstand. Die Mitte spielte ausgeglichen, Thomas Mayer erlitt eine mehr oder weniger klare 3:0 Niederlage, während Sascha Broß mit seinem Sieg den Anschluss hielt. Nach der Niederlage von Tobias Finkbeiner (3:11 im fünften ), hielt dann Simon Gaiser mit 11:9 ebenfalls im fünften den Anschluss zum 4:5 Halbzeitrückstand. Einer der vielen Knackpunkte in diesem Spiel waren dann die beiden Viersatzsiege im Spitzenpaarkreuz, Geiger siegte nach spektakulären Ballwechsel mit 12:10 im vierten, gleiches gelang Durmaz mit 13:11. Wichtig war dann, dass die Mitte gleich nachlegte, Broߟ kämpfte sich nach 1:2 Satzrückstand zurück, um schlieߟlich mit jeweils 11:9 im vierten und im fünften Satz die Oberhand zu behalten, während Thomas Mayer sicher in vier gewann. Dies bedeutete einen 8:5 Zwischenstand, so dass nur noch ein Punkt zum Mannschaftssieg fehlte. Nach einer 7:3 Führung im fünften Satz durch Gaiser schien der Mannschaftssieg schon eingetütet, nach zwei unglaublichen Blockbällen seines Gegners gelang es diesem jedoch den Punkt für Schönmünzach zu buchen. Zeitgleich rechnete Tobias Finkbeiner wohl mit diesem Sieg von Gaiser nach 2:1 Satzführung und gab den vierten Satz relativ klar mit 5:11 ab. Er kämpfte sich jedoch im fünften Satz nochmals ins Spiel zurück und konnte mit 11:8 im fünften den Mannschaftsschlusspunkt setzen, der umso wichtiger war, als die Schönmünzacher beim Abschlussdoppel wohl die Favoriten gewesen wären.

Auf Baiersbronner Seite war man sich einig, dass das Spiel das bei weitem spektakulärste und auch spielerisch hochklassigste war, das man bisher in dieser Runde ablieferte. Das Ergebnis ist nunmehr, dass, eigentlich vor der Runde unerwartet, man letztlich bei der Titelvergabe mitreden kann.